Ich denke jeder, der versucht sich persönlich weiter zu entwickeln bzw. auch, der sich nebenberuflich oder hauptberuflich selbständig macht, kommt nicht drum herum sich unter anderem mit seinem Selbstwert zu beschäftigen. Niemand von uns ist wohl von Haus aus und immer mit einem „gesunden“, stabilen Selbstwert gesegnet und dabei schließe ich mich selbst auch mit ein.

Was ist Selbstwert eigentlich?

Wann fühle ich mich wertvoll? Wenn man diese Frage stellt, kommt als Antwort meist eines der folgenden:

  • Wenn ich etwas geleistet, geschafft habe
  • Wenn ich gelobt werden
  • Wenn ich geliebt werden
  • Wenn ich einen großartigen Job habe

Doch halt, das ist doch Fremdwert! Selbstwert ist etwas, das wir in uns suchen müssen! Fühle ich mich wertvoll?

Den reinsten Selbstwert erleben wir wohl im Alter von 0-2. Egal, ob wir einfach nur daliegen, ein Bäuerchen machen oder pupsen, die Erwachsenen sind begeistert und wir sind Helden. 😀 

Wusstest Du...?

...dass Kinder bis zum Alter von ca. 12 Jahren bei Kritik nicht unterscheiden können, ob sich diese auf sie als Person oder auf ihre Leistung bezieht? Und auch viele Erwachsenen haben das nie gelernt zu unterschieden. Sie reagieren dann auf Kritik sehr empfindlich.

Die Welt ist nun mal nicht perfekt und auch Eltern sind es nicht. Hier ein ganz simples Beispiel, welche den Selbstwert eines Kindes mindern kann. Man will seinem Kind beibringen, dass es in Gesprächen nicht unterbrechen soll. Daher sagt man vielleicht „Wenn Erwachsene sprechen hast Du Pause“. Was passiert nun also bei dem Kind? Es entsteht das Gefühl von „Ich bin weniger wert als die Erwachsenen“. Aus vielen solchen kleinen unbedachten Alltagssituationen entstehen kleine Mikroverletzungen bzw. Abwertungen. Wenn wir diese später bewusst oder unbewusst reflektieren und verstehen, ist alles in Ordnung. Manchmal gibt es allerdings auch größere Verletzungen, die man vielleicht näher anschauen und auflösen darf.

Sich wertvoll fühlen, wenn wir etwas leisten, fällt uns wohl allen relativ leicht. Aber schaffst Du es auch Dich bedingungslos ohne eine Leistung als wertvoll zu fühlen? Das ist dann schon Level 2 der Selbstwertarbeit …

Du bist wertvoll!

Aber glaube mir Du bist wertvoll, denn Du bist Leben. Das wertvollste auf der Welt, hast Du bei Deiner Geburt geschenkt bekommen. Nun darfst Du noch nach dem Prinzip der Lebensdienlichkeit handeln und dein Selbstwertgefühl wird Schritt für Schritt besser werden. Was meine ich mit lebensdienlich?

  • Du darfst einen gesunden Egoismus leben – er dient Deiner Selbsterhaltung und ist absolut ok.
  • Erkenne, dass Du – wenn Du andere abwertest – eigentlich Dich selbst abwertest!
  • Du darfst und sollst Dinge tun, die Dir Spaß und Freude machen – auch beruflich
  • Finde eine Möglichkeit, wie Du anderen dienen kannst. Dem Leben, Deinen Mitmenschen, der Gesellschaft, der Welt …
  • Fühle Deinen Selbstwert bei Deinen täglichen Entscheidungen. Ein Beispiel: Was passiert, wenn Du in Deinem Job unglücklich bist, Du aber trotzdem nichts veränderst … Du wertest Dich ab. Wenn Du Dich laufend von Junkfood ernährst, Du wertschätzt Dich nicht usw.

Praktische Umsetzung

Hier habe ich noch zwei schöne alltagstaugliche Ideen von Gereon Jörn, um Dich bezüglich Selbstwert positiv zu programmieren.

  • Setze Dir einen täglich Serientermin am Handy, der um eine gewisse Zeit aufpoppt und Dich erinnert „Ich bin wertvoll!“ bzw. schreibe Dir die Worte auf den Startbildschirm Deines Mobiltelefons
  • Besorge Dir grüne Klebepunkte und verteile sie in Deinem Alltag z.B. auf dem Rückspiegel Deines Autos. Ab sofort, wenn Du einen dieser grünen Punkte siehst bekommst Du bewusst oder unbewusst die Botschaft „Ich bin wertvoll!“


Übrigens kennst Du schon meinen kostenlosen, satirischen Ratgeber "10 Tipps gegen Erfolg"? Nein? Dann schau mal hier. Viel Spaß beim Lesen. 😉