Kennst Du Freddy, den Unternehmer-Drehwurm? Ja ich weiß, er stellt sich selten direkt vor. Er ist ein kleiner putziger Kerl, aber auch ein pfiffiger Untermieter, der gerne Schabernack treibt und selten bis nie Miete in Form von hilfreichen Gedanken bezahlt. Besonders gerne wohnt er in den Köpfen nebenberuflich Selbständiger, aber auch Vollzeitunternehmer sind nicht vor ihm sicher. Freddy liebt Gedanken-Karussell fahren und er ergreift jede Gelegenheit, die sich ihm diesbezüglich bietet.

Immer im Kreis herum und je schneller umso lieber. Das Dumme an der Sache ist nur, dass dies nur bei den Derwischen oder bei einer der Übungen aus den Fünf Tibetern ein wünschenswerter Zustand ist. Für (nebenberuflich) Selbständige sind kreisende Gedanken leider eher hinderlich bzw. bringen keinen Schritt weiter.

1. So tickt der kleine Unternehmer-Drehwurm

Vielleicht sollte ich zuerst darauf hinweisen, dass wir alle so einen kleinen Freddy in unseren Köpfen haben. Es kommt nur darauf an, ob wir ihn gut erzogen haben bzw. ihn im Zaum halten können. Das ist nämlich eine Übungs- und Erfahrungssache.

Der kleine Unternehmer-Drehwurm sitzt oft gut versteckt in einer der hinteren Gehirnwindungen, döst gelangweilt vor sich hin und lauert auf eine Gelegenheit zum Spielen und Spaß haben. Wenn dann so ein passender Gedankenblitz vorbeikommt, dann ist er schneller von 0 auf 100 als ein teurer Sportwagen. Er springt auf und versucht da und dort noch zusätzliche Ideen aufzunehmen, damit das Karussell sich zu drehen beginnt und richtig schön Fahrt aufnimmt. Dann kann man ihn förmlich Jubeln hören.

2. Futter für Freddy und kreisende Gedanken

2.1. Fokus auf Dinge, die nicht funktionieren

Tendierst Du auch dazu, auf die Dinge zu achten, die gerade nicht so gut laufen? Glückwunsch, da bist Du in guter Gesellschaft. Kein Wunder, werden wir ja schon in der Schulzeit immer darauf aufmerksam gemacht, worin wir noch „Mängel“ haben. Auch wenn ich fairerweise sagen muss, dass sich das Schulsystem glücklicherweise zumindest in einigen Schulen langsam zu ändern beginnt. Aber Vorsicht, Gedanken über Dinge oder Projekte, die nicht laufen, gehören zu Freddy’s Lieblingsgerichten.

2.2. Informationsüberflutung

Eine neue Methode, ein genialer Business Hack, ein Tipp, wie man Kunden gewinnt usw. Wenn man sich auf die Suche begibt, wie man sein Business in Schwung bringt oder wie man mehr Kunden gewinnt, wird man in Internet wahrlich überflutet.

Auch kostenlose Video, Kurse oder Challenges können einem in einem derartigen Zustand des „Overloads“ bringen, dass man dann im Endeffekt gar nicht mehr weiß, wie oder was man tun soll und in eine Art Stagnation verfällt. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war früher ein richtiger Challenge-Junkie! 😂


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2.3. Selbstzweifel durch Vergleich

Absoluten Spaß hat der kleine Drehwurm übrigens an Vergleichen. Die findet er so richtig super. Wenn Du Dich mit den Fortschritten oder Erfolgen anderer vergleichst, kommst Du rasch in so eine ordentliche Abwärtsspirale. Es wird immer jemanden geben, der (zumindest augenscheinlich) besser ist, mehr Kunden hat, schneller vorankommt oder mehr Geld verdient. Augenscheinlich, weil wir selten bei diesen Vergleichen realistische Ausgangsbasen heranziehen. Der oder die andere hat vielleicht mehr Zeit, weniger Verpflichtungen, jemanden der sie unterstützt usw. usf.

Sehr schnell beginnst Du dann an Dir und Deinen Fähigkeiten zu zweifeln. Was kann ich schon bieten? Wer will schon bei mir kaufen/buchen? Bin ich überhaupt gut genug? Ruck zuck bist Du dann in so einem richtig fetten Motivationstief und was macht Freddy? Hui, er hat volle Fahrt, lässt sich den Wind um die Ohren blasen und feiert. Ähm, haben Würmer überhaupt Ohren? Na egal, Du weißt was ich meine.

Ach übrigens, wenn’s im Mindset Scheiße läuft, dann möchtest Du vielleicht auch meinen gleichnamigen Blogbeitrag lesen, den ich Dir gerne hier verlinkt habe. Einfach auf den Titel klicken.

2.4. Ungeduld und Sprunghaftigkeit

Apropos Ohren, da kommen wir zu einem guten Punkt, bei dem ich mich selbst auch an den Ohren nehmen kann. Wie sage ich immer so gerne „Als die Geduld verteilt wurde, bin ich gegangen. Hat mir zu lange gedauert!“ 😂

Wenn Du also - so wie ich - eher zu der ungeduldigen Sorte Mensch gehörst, dann sei Dir dessen bewusst. Denn wenn Du neue Dinge ausprobierst, dann musst du ihnen schon eine gewisse Zeit geben, um herauszufinden, ob sie wirklich funktionieren. Wenn Du nämlich etwas Neues anfängst, ungeduldig bist, es nach 2 Wochen kein Wunder bewirkt, Du es wieder aufgibst und das nächste probierst, hat das mindestens zwei gröbere Folgen. Erstens Deine Kunden sind total irritiert, was Du da treibst und „verwirrte Kunden kaufen nicht!“ und… na errätst Du es? Richtig, Freddy hat schon wieder eine Freifahrt. Du verpasst Dir nämlich selbst eine ordentliche, hausgemachte Portion Frust!

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3. Wie verdirbst Du Freddy nun den Spaß am Karussell fahren

Lass uns also mal schauen, wie Du mehr Stabilität in Deine Gedanken und Gefühlswelt bekommst und wie Du Freddy, dem Drehwurm, so richtig den Spaß verderben kannst…

3.1. Fokus ändern

Positiv denken, Fokus auf Dankbarkeit, Dinge manifestieren usw. oh Mann, wie gingen mir diese Themen – obwohl ich mich als unverbesserliche Optimistin bezeichnen würde – auf den Nerv. Bis es eines Tages klick gemacht hat und ich verstanden habe, wie das mit der Veränderung des Blickwinkels funktioniert.

Du bekommst normalerweise vom Leben immer mehr von dem, mit dem Du Dich beschäftigst. Tatsache! Im Negativen kennen wir das alle, oder? Wenn ich dauernd denke „hoffentlich werde ich nicht im Meeting gebeten, meine Meinung zu äußern“ oder „ich muss sicher wieder ewig nach einem Parkplatz suchen bei dem Termin“ dann kann ich, wenn ich das oft genug so innerlich vor mir hersage, fast sicher sein, dass man mich nach meiner Meinung bitten wird oder ich keinen Parkplatz finde.

Es ist daher nicht sehr sinnvoll, wenn Du Dir immer wieder vor Augen führst, was Du nicht so gut kannst oder was schiefgelaufen ist. Besser ist es - und das kann man gut über die Dankbarkeit – wenn Du Deinen Fokus auf Dinge richtest, die gut gelaufen sind oder auf Kunden, mit denen die Zusammenarbeit superleicht gefallen ist. Denn davon nimmt man doch gerne mehr, oder?

3.2. Mehr Klarheit durch Unterstützung von außen

Wenn das Gedankenkarussell sich so richtig heftig dreht und sich zu einer Abwärtsspirale entwickelt, dann ist spätestens jetzt, der Moment gekommen, wo Du Dir Unterstützung suchen solltest. Eine meiner Coaches hat mal zu mir gesagt „Sicherheit entsteht durch Klarheit!“ und ich könnte sie tagtäglich dafür umarmen, denn diese Aussage ist sowas von wahr. Das muss man aber erst einmal erleben.

Also suche Dir eine Freundin, die Deine Situation nachvollziehen kann und rede mit ihr. Belaste aber nicht Freunde, die z.B. mit einem eigenen Business nichts am Hut haben oder den/die Partner/in. In so einem Moment ist auch eine Business Buddy Gold wert oder Du kannst Dich natürlich auch an mich wenden. Überraschung! Ich habe mich darauf spezialisiert nebenberufliche UnternehmerInnen zu unterstützen. 😉

3.3. Vergleiche Dich nur mit Dir selbst

Wir alle haben das Bedürfnis nach Vergleichen, um uns irgendwie zu messen, wo wir stehen und wie unsere Entwicklung läuft. Das ist ok und wichtig. Statt Dich aber mit anderen zu vergleichen, vergleiche Dich am besten mit Dir selbst. Wo bist Du z.B.

  • vor einem halben Jahr gestanden in Deiner Entwicklung?
  • wie viele Follower in Sozialen Medien oder Newsletter-Abonnenten hattest Du vor 3 Monaten?
  • wie hoch war Dein Umsatz/Gewinn im gleichen Monat im Vorjahr?

Das sind Vergleiche, die Dir wirklich etwas bringen und mit denen Du arbeiten kannst, um meistens festzustellen, dass Du mehr geschafft hast, als Du denkst! 💚

3.4. Realistische Ziele und Zwischenziele

Ich muss gerade an eine Aussage denken, die ich früher selbst gerne getätigt habe „Der Weg ist das Ziel!“. Heute würde ich antworten „Ja, aber nur wenn Du Erleuchtung suchst!“.

Um einen Weg zu gehen, muss ich trotzdem erst mal wissen in welche Richtung und diese Richtung kann Dir Dein Ziel vorgeben. Manche Menschen müssen sich übrigens große, beeindruckende Ziele setzten, sogenannte C-Ziele, wo es ihnen fast den Atem verschlägt, um so richtig motiviert Gas zu geben. Sie sind dann aber auch zufrieden, wenn sie nur ¾ ihres Ziels erreichen. Andere wiederum brauchen Ziele, die sie tatsächlich erreichen können. Bedenke das, bei Deiner Zielsetzung. Daher mein Hinweis, Dir realistische Ziele zu setzen.

Außerdem ist es wichtig, dass Du Dir Zwischenziele setzt. Wenn Du also im nächsten Jahr nebenberuflich 12.000 Euro Umsatz machen möchtest, bedeutet das in jedem Monat 1.000 Euro und in jeder Woche ~ 230 Euro… wenn Du Urlaub planst, darfst Du diese Woche(n) noch drauf rechnen. Überlege Dir, was Du tun muss, um diesen Umsatz zu erreichen und ob das mit der, Dir zur Verfügung stehenden Zeit, realistisch möglich ist.

3.5. Dranbleiben

Als letztes möchte ich noch eine Feststellung aufgreifen, die heißt „Du musst nur dranbleiben, dann wirst Du erfolgreich!“. Naja, für diesen würde ich heute nicht mehr meine Hand ins Feuer legen. Du musst dabei schon das Richtige tun und dranbleiben. 😉

Aber was auch immer Du Neues ausprobierst, gib ihm auch genug Zeit und nicht nur ein paar Wochen, damit Du wirklich feststellen kannst, ob es funktioniert oder nicht. Erst dann verwirf die Idee und versuche etwas Anderes!

Aber zurück zu Freddy. Im Idealfall lernst Du Freddy besser kennen, zeigst ihm seine Grenzen und kannst ihn davon überzeugen, dass auch positives Gedanken-Karussell fahren Spaß macht. Dann könnt ihr miteinander Spaß haben und habt eine Win-Win-Situation.

Jetzt bin ich neugierig, welche Hirngespenster sich bei Dir in Deinem Kopf so tummeln? Schreibe es mir gerne jetzt in den Kommentar!

Letztens hat mir eine Leserin in den Kommentaren eines anderen Artikels geschrieben, sie hätte „Läster-Schwestern“. Ich musste schmunzeln, denn ich habe zum Beispiel Mr. Monk. Du kannst Dir vermutlich vorstellen, womit er sich so die Zeit vertreibt.

Ich hoffe Du hattest Spaß beim Lesen

Deine Beatrice

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