Kennst Du das wunderschöne Bild zum Thema eigenes Business als zweites Standbein bzw. nebenberuflicher Selbständigkeit? Es wird oft in all den schillernden Farben des Regenbogens gemalt. Es beinhaltet Leichtigkeit, Einfachheit, Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und vieles mehr. Wie ein Märchen aus Tausend und einer Nacht und so kann es auch tatsächlich sein.

Damit die eigene Selbständigkeit ist erfüllend und befriedigend sein kann, gilt es ein paar Hürden zu meistern. Es gibt nämlich - wie könnte es anders sein - durchaus auch Dinge, die nicht so prickelnd sind. Vor allem zu Beginn!


1. Unterschätze nicht den Zeitaufwand

Selbständig macht man sich üblicherweise nicht, weil man zu viel Zeit und Langeweile hat. Schauen wir mal auf Deine Ausgangsbasis. Ich nehme an, Du hast zumindest ein paar der folgenden Dinge

  • einen Hauptjob – vielleicht sogar Vollzeit
  • einen Arbeitsweg
  • eine/n Partner/in bzw. Familie und Kinder, die Dein Leben erfüllen
  • einen Haushalt, der gemacht werden will
  • eventuell ältere Menschen, um die Du dich kümmerst
  • Hobbys, die Du gerne machst
  • Freundschaften, die gepflegt werden wollen
  • und vielleicht schaust Du ja sogar manchmal Filme oder Serien 😉

Dein Tag hat – so wie meiner – vermutlich auch nur 24 Stunden. Sollten es mehr sein, dann höre jetzt hier auf zu lesen und schreibe mir unbedingt sofort eine Nachricht.

Scherz beiseite! Zwischen all den Dingen, die unseren Alltag füllen bzw. unser Leben erfüllen, darf also noch Platz gefunden werden für Dein zweites Standbein. Das kann echt eine Herausforderung sein, selbst wenn man gut organisiert ist. Was man übrigens normalerweise erst mit der Zeit lernt. Also bedenke, dass Du zeitlich wahrscheinlich jonglieren darfst bzw. eventuell zu ungewöhnlichen Uhrzeiten bzw. Wochentagen arbeiten wirst!

 

2. Verständnis und Unterstützung durch Dein Umfeld

Ich habe glücklicherweise einen sehr verständnisvollen Mann, der mich immer schon – auch in den Anfängen – bei all meinen Ideen ermutigt und bei Projekten unterstützt hat. Es kann allerdings auch vorkommen, dass der Partner oder die Partnerin von Anfang an, Deine Begeisterung nicht mit Dir teilt. Spätestens wenn es darum geht, zusätzlich Aufgaben zu übernehmen, um Dich irgendwo frei zu spielen, sinkt das Verständnis oftmals.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass man gleich zu Beginn seitens der Familie oder auch von Kollegen, mit Vorurteilen oder anderen Dingen konfrontiert wird.

  • „Ja, was willst Du denn nicht noch alles machen?“
  • „…und Du denkst wirklich, dass gerade Du das kannst?“
  • „Um Himmelswillen Selbständigkeit ist unsicher und gefährlich!“

Versuche Menschen in Deinem Umfeld zu finden, die Dir Mut machen. Freunde, die an Dich glauben und nicht Deine Energie durch „Schlechtmacherei“ schmälern. Wäge gut ab, wen Du im Vorfeld oder ganz am Anfang einweihst.

 

3. Nebenberufliche Selbständigkeit bedeutet lernen und weiterentwickeln

Jetzt hast Du etwas Großartiges gelernt oder eine geniale Idee und willst Dich damit selbständig machen und ich behaupte, dass das Lernen jetzt erst so richtig los geht. 😂 Ich hoffe Du liest trotzdem weiter.

Niemand von uns ist der/die geborene Unternehmer/in und es gibt weder eine wirkliche schulische Ausbildung dazu noch einen Lehrberuf. Das bedeutet, dass Du Dir Denkweisen und Abläufe für Dein Business aneignen darfst. Vieles kann man in guten Kursen erfahren, einiges muss man durch „Trial and Error“ – also durch ausprobieren – für das eigene Business erkennen. Andere Dinge sind persönliche Hürden oder Herausforderungen, bei denen die Zusammenarbeit mit einem Coach oder Mentor die richtige Lösung ist.

Wie auch immer, Du darfst Deine Selbständigkeit als geniale Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung sehen – denn das ist sie!

Du wirst einiges über Dich selbst erfahren!

4. Auch in ein nebenberufliches Business „darfst“ Du investieren

Da es gerade so gut passt, möchte ich gleich das Thema Investition aufgreifen. Neben Zeit, die Du natürlich in Deine Selbständigkeit investierst, wirst Du auch nicht ganz ohne finanzielles Investment auskommen. Ja, ich weiß in manchen Branchen wird einem erklärt, dass man Geld verdienen kann, ohne wirklich etwas zu investieren. Wenn es aber darum geht, Dir Wissen anzueignen, etwas (wie die Buchhaltung) auszulagern, neue Dinge dazuzulernen bzw. persönliche Knoten oder Hindernisse zu lösen, dann darfst Du als Selbständige/r auch bereit sein Geld in die Hand zu nehmen. Denke nicht, dass Du alles selbst und alleine machen musst oder kannst.

Ich möchte Dir mein Bespiel dazu erzählen. Als ich eine bestimmte Einkommensgrenze überschritten hatte, wurde ich mit dem wundervollen Thema Umsatzsteuer (früher auch Mehrwertsteuer) konfrontiert. Damit es nicht ganz so einfach ist, war ich nicht nur bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen innerhalb meines Landes davon betroffen, sondern auch bei Provisionen aus der EU und noch ein paar anderen Feinheiten. Ich habe sage und schreibe damals einen dreiwöchigen Urlaub investiert, um diverse Berechnungen anzustellen und Belege von fünf Monaten aufzuarbeiten. Außerdem wollte ich dieses blöde Umsatzsteuergesetz unbedingt verstehen.

Fazit: Nachdem ich es verstanden hatte, habe ich die Buchhaltung an meinen Steuerberater ausgelagert. Die Buchhaltungskraft dort hat meinen höchsten Respekt, denn sie bucht einen Monat (mit Bankexport etc.) innerhalb von gerade mal 1,5 Stunden!

Ich habe in beiden Fällen investiert. Aber meine Zeit von drei Wochen inkl. Wochenenden kam mir unternehmerisch gesehen wesentlich teurer, als mir der Steuerberater je kommen kann! Was hätte ich in der Zeit nicht alles für meine Selbständigkeit machen können. Ja, manche Dinge lernt man eben „schmerzhaft“. 😉

 

5. Die Hürde der Überwindung

Kennst Du die Aussage „die Komfortzone verlassen“? Ich denke schon, denn dieser Begriff ist inzwischen doch schon ziemlich abgedroschen (wie wir so schön sagen) bzw. abgelutscht. Als nebenberufliche/r Unternehmer/in wirst Du vor Aufgaben gestellt werden, die Dir Unbehagen bescheren. Schauen wir mal, wenn ich ein paar aufzähle, ob schon etwas für Dich dabei ist *schmunzel*

  • mit fremden Menschen reden
  • auf sozialen Medien sein
  • Dich zeigen -auf Fotos oder sogar in Videos
  • Persönliches von Dir erzählen
  • mit Technik umgehen / neue Software anwenden
  • verkaufen

Na? War schon etwas mit Gänsehauteffekt dabei? Keine Sorge, es ist nicht immer alles so schlimm, wie es scheint! Die Herausforderungen sind es, die uns wachsen lassen und Du selbst entscheidest, in welchem Ausmaß Du bereit bist etwas zu tun oder zu zeigen!

 

6. Deine nebenberufliche Selbständigkeit wird Dir Grenzen zeigen

Es gibt unterschiedliche Grenzen, die ich damit meine. Zum ersten, wirst Du Deine eigenen Grenzen kennen- und hoffentlich auch achten lernen. Ich selbst tendiere nämlich „gerne“ dazu, aus übertriebenem Pflichtbewusstsein, über meine eigenen Grenzen zu gehen und nicht achtsam genug mit mir umzugehen.

Eine weitere Grenze wirst Du wahren lernen müssen. Die Grenze, wenn es darum geht, ungestört zu arbeiten, wenn Du gerade einen Zeitblock hast, den Du für deine nebenberufliche Tätigkeit geplant hast. Kinder, aber auch Partner/innen haben manchmal die Tendenz, genau justament in dieser Zeit ganz dringend etwas zu brauchen oder immer wieder angetanzt zu kommen.

Du wirst außerdem lernen Deinen Kunden, Teammitgliedern oder Geschäftspartnern Grenzen zu setzen. Du kannst für keine Personengruppe 24/7 da sein oder alle Problemchen bzw. Sorgen gleich lösen.


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7. Erfolg erfordert Geduld

Bis eine nebenberufliche Selbständigkeit oder ein Business läuft, kann es einige Zeit dauern und ich rede nicht von ein paar Wochen, sondern eher von ein paar Monaten oder vielleicht sogar länger. Je nachdem, wie schnell Du Dich entwickelst, dazu lernst und umsetzt. Auch wenn es dann bergauf geht, wirst Du Höhen und Tiefen haben. Erfolg verläuft nicht linear, sondern in Auf- und Abwärtsbewegungen. Wappne Dich, wenn es mal nicht so gut läuft.

Wie Du das am besten machst?

Halte Dir vor Augen, warum Du den Weg in die nebenberufliche Selbständigkeit gewählt hast. Schreibe Dir vielleicht sogar auf, was es ist, das Dich antreibt. Abgesehen vom Einkommen, das wir als Unternehmer alle von unserer Selbständigkeit erwarten, stecken oft viele andere Dinge dahinter. Ist es der Wunsch nach Unabhängigkeit oder nach Freiheit? Übrigens einer der häufigsten Gründe, warum sich Menschen selbständig machen. Vielleicht willst Du aber auch die Welt ein Stück weit besser machen. Oder so wie ich unter anderem, Menschen bei der Verwirklichung ihrer Träume und Ziele unterstützen und sie am Weg zum Erfolg begleiten.

 Im Idealfall bist Du hier angelangt und Dein Wunsch bzw. Plan, Dich nebenberuflich selbständig zu machen ist unerschüttert. Herzlichen Glückwunsch – Du bist jemand, der nicht nur das sieht, was er oder sie sehen will. Eine gute Portion Realismus ist etwas, das in Deinem Business nämlich nicht fehlen sollte. Also dranbleiben und umsetzen!

Deine Beatrice

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