Es war einmal … beginnt mit diesen Worten nicht jede gute Geschichte? Na also! Es war einmal ein kleines, schüchternes Freebie auf einer sogenannten Landingpage und lebte ein wenig in den Tag hinein und harrte der Dinge, seine Aufgabe zu erfüllen. Bis eines Tages plötzlich etwas Aufregendes passierte!

Es stand jemand vor seinem „Auslagenfenster“ und schaute hinein. Ganz aufgeregt richtete das Freebie seine Kleidung und drehte sich ins beste Licht. Denn es wollte natürlich einen guten Eindruck machen, sich von seiner besten Seite zeigen. Und es funktionierte! Das Wesen auf der anderen Seite des Bildschirmes gab seinen Namen und die Mailadresse in das Formular ein. 

Da jubelte das kleine Freebie, endlich konnte es seiner Bestimmung folgen … wer möchte das nicht gerne? Doch ein wenig musste es sich noch gedulden. Als es Richtung Datenkanal schaute, stand die Ampel noch auf Orange. Den Datenkanal kannst Du Dir so in etwa vorstellen, wie eine große Pipeline oder noch besser, wie das obere Ende einer Wasserrutsche. Oh Mann, war das kleine Freebie aufgeregt, aber es musste warten. Erst musste das Wesen da draußen noch den Link im Mail klicken und damit die Voraussetzungen erfüllen, damit die Ampel im Datenkanal auf grün schaltete. Denn erst dann konnte das Freebie seine Reise antreten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es endlich so weit. Mit Schwung sauste das kleine Freebie in die große Datenrutsche und „Hui!“ brauste es in Richtung seines neuen Zuhauses.

Abrupt endete die rasante Fahrt im weiten See einer Festplatte, wo es seinen Platz zugewiesen bekam und dann … passierte… GAR NICHTS. Daweil hatte es sich doch so gefreut, sich in voller Pracht zu präsentieren, seine Inhalte und seinen Mehrwert zu zeigen. Es wollte seine Aufgabe, als Repräsentanz der Erstellerin wahrnehmen und demonstrieren, wie sie arbeitet.

Nach einiger Zeit wurde dem Freebie furchtbar langweilig. Es schaute sich um und stellte fest, dass hier nicht gerade Partystimmung herrschte. Rechts lag ein kleiner, bezahlter Onlinekurs faul herum und döste vor sich hin. Links gähnte ein Hörbuch laut und etwas weiter drüben löste ein verstaubter Fragebogen ein Sudoko.

Ein tiefer Seufzer entkam dem kleinen Freebie. „Hallloooooo?“ rief es zögerlich. „Was willst Du denn? Mach nicht so einen Krach, ich versuche zu schlafen!“ grummelte der Onlinekurs. „Ich bin eine Check-Liste und ich möchte meine Aufgabe erfüllen!“ stotterte das kleine Freebie. „Willkommen im Club!“ antwortete der Onlinekurs. „Ich war nicht mal kostenlos und ich werde hier ebenso ignoriert!“  

Da begann das Hörbuch zu erklären… „Weißt du, die (zeigt in die Runde) sind alle einmal hoch motiviert hier angekommen, um zu zeigen, was ihre Ersteller für großartige Arbeit leisten und wie das Leben sich ändern kann, wenn man mit ihnen zusammenarbeitet. Aber irgendwann haben sie dann festgestellt, dass sich niemand für uns interessiert und sie hier in einem großen Sammel-Friedhof gelandet sind.“

„Die Besitzerin dieser Festplatte schein alles herunterzuladen, was wenig bis gar nichts kostet. Manchmal beschwert sie sich auch noch lauthals, dass etwas nicht noch umfangreicher ist oder ihr Problem nicht gleich komplett löst. Sie sammelt alles quer Beet und ohne nachvollziehbaren Sinn. Sie ist eine Freebie-Sammlerin oder Festplatten-Messie … wie wir das so schön nennen. Alles, was irgendwie spannend klingt, wird bestellt, archiviert und nie wieder angeschaut.“

„Sag Kleines, kannst Du eigentlich Schach spielen? Ich hoffe schon seit Jahren, dass mal jemand hierherkommt, mit dem ich eine gute Partie spielen kann.“

„Oh, das tut mir leid – Schach kann ich leider nicht!“ meinte das kleine Freebie. „Ich bin eine Checkliste, wie man in die Umsetzung kommt, wenn man schon ganz viele Dinge an Wissen gesammelt hat, aber nichts daraus macht.“

Jetzt hatte das kleine Freebie die Aufmerksamkeit der anderen geweckt! So beschlossen sie, sich zusammen zu tun und alle ihre Energie zu verwenden, um mit blitzen, blinken und aufleuchten, die Eigentümerin der Festplatte auf das kleine Freebie aufmerksam zu machen. Sie strengten sich ganz fürchterlich an und es gelang tatsächlich. 

Auf einmal wurde das kleine Freebie zweimal angestupst und durfte sich öffnen und ganz groß werden. Es durfte seinen Inhalt zeigen und was dann geschah war fast wie ein Wunder.

Die Festplattenbesitzerin fand Gefallen am kleinen Freebie und entschloss sich die Erstellerin des näher kennenzulernen. Die beiden waren sich von Anfang an sympathisch. So kam es, dass sie beschlossen zusammenzuarbeiten. Nach und nach wurden auch die anderen Freebies und Onlinekurse zweimal gestupst und durften ihrer Bestimmung folgen. Es wurde richtig nett auf der Festplatte und statt, dass dauernd Neulinge dazukamen, wurde aufgeräumt, umgesetzt und fast sowas wie eine Datenparty gefeiert.

Das kleine Freebie hatte es geschafft, seiner neuen Eigentümerin klarzumachen, dass es ein nicht selbstverständliches Geschenk mit großem Wert war. Auch konnte es ihr klar machen, dass es eine Kostprobe der Arbeit seiner Erstellerin war. So hatte es seine Aufgabe erfüllt.

Inzwischen werden Freebies zum Teil so wenig wertgeschätzt, dass Unternehmer schon keine Lust mehr haben, welche zu erstellen bzw. anzubieten. In so einem kleinen Ding steckt ja einiges an Hirnschmalz und Arbeit bis es in die Welt gehen kann. Wenn dies dann als selbstverständlich angesehen wird oder man sich vielleicht sogar daran stößt, dass man im Tausch dagegen seine Mailadresse angeben soll, dann wurde der Sinn eines Freebies nicht verstanden.

Ein Freebie ist eine Kostprobe für ein spezielle Thema, das den Empfänger gerade beschäftigt. Auf u.a. dieses Thema hat sich der oder die Schöpfer/in spezialisiert und durch Angabe der Maildresse bekommt man noch weitern Input und gibt der oder dem Unternehmer/in die Möglichkeit, sich und ihre/seine Arbeitsweise noch genauer kennenzulernen. Denn niemand kauft gerne die Katze im Sack, oder?

So wie man an der Käsetheke ein Stück 6 Monate gereiften Cheddar verkostet und sich dann bei Gefallen entschließt, 250 g zu kaufen. Natürlich kann es dabei sein, dass kein Käse dabei ist, der dem Gaumen schmeichelt und ja, es gibt natürlich auch immer wieder Menschen, die sich einfach unverschämt durch die Kostproben fressen und dann gehen. Aber die sind im Anschluss dazu wenigstens satt. 😂

Deine Beatrice

PS: Natürlich gibt es auch bei mir Kostenproben, wie zum Beispiel den Zeitlücken-Finder. Seine Aufgabe ist es, wenn Du ein nebenberufliches Business hast, Dich zu unterstützen zwischen den vielen Aufgaben, mit denen Du wahrscheinlich jonglierst, Zeitbereiche für Dein Business zu identifizieren und festzulegen.

Wenn Du mich gerne kennenlernen möchtest, dann kannst Du das natürlich gerne kostenlos hier.

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