Ich war über 10 Jahre nebenberuflich selbständig und ich hatte zu Beginn absolut keinen Plan, wie das funktioniert. Aber ich wusste eines, „Ich möchte mir die Welt so machen, wie sie mir gefällt“ und das passt gerade perfekt zur Blogparade der Technik Elfe Sara Menzel-Berger.

Daher schlägt mein Herz heute auch für Sidepreneure. Ich unterstütze nebenberuflich selbständige Frauen, ihren Platz zwischen den Stühlen von angestellt und selbständig zu finden, ihre Denkweise entsprechend zu ändern und statt eines zeitaufwendigen Hobbys tatsächlich ein Business zu leben, das auch Einkommen produziert.

Als ich mich 2007 neben meinem Angestelltendasein (damals noch Vollzeit) nebenberuflich selbständig machte, war das noch ziemlich ungewöhnlich. Noch dazu waren es zwei total unterschiedliche Welten. Wo eine mit der anderen so absolut nichts anfangen konnte. 😂

Diesbezüglich ist es heute schon etwas einfacher, bald jeder zweite ist durch Direktvertrieb oder Netzwerkmarketing irgendwie nebenbei selbständig. Ob erfolgreich? Das ist eine andere Frage. Was sich im Gegensatz dazu nicht verändert hat, der Tag hat immer noch nur 24 Stunden.

Tipp 1 – Plane Deine Arbeitszeit

Wahrscheinlich denkst Du Dir jetzt gerade: „Das soll ein Tipp sein? Klar muss ich meine Arbeitszeit planen!“. Aber, hast Du es auch wirklich schon mal mit Stift und Papier getan? Neben Hauptjob, Familie, Sport, Freunden usw. noch Platz für die nebenberufliche Tätigkeit zu finden, ist nicht immer einfach. Daher ist einer der ersten Punkte, den ich mit meinen Kundinnen angehe, das Thema Zeitplanung.

Nimm Stift und Papier zur Hand und schau Dir doch mal eine typische Woche an. Von wann bis wann bist Du mit Deinem Angestelltenjob beschäftigt, welche familiären Verpflichtungen hast Du regelmäßig, wieviel Zeit darfst Du für einkaufen, kochen und Haushalt einplanen usw. Dann schau, wo Du fixe Zeitblöcke für Deine Selbständigkeit einplanen kannst, und halte Dich daran. Kommuniziere auch mit der Familie, dass Du z.B. am Donnerstagabend oder Samstagvormittag für Dein Business tätig bist und sie Dich hierbei bitte unterstützen sollen, damit Du dann auch die Familienzeit mit ihnen genießen kannst.

Tipp 2 – Organisiere Dich

Schon wieder so eine Selbstverständlichkeit, oder? Na, vielleicht doch nicht. Organisation fängt bei kleinen Dingen an. Hast Du einen Kalender? In welcher Form ist dieser? Hier gibt es verschiedene Stufen, sage ich jetzt mal.

  • Kalender in Papierform – Glückwunsch! Immerhin hast Du einen, denn was im Kalender steht, wird auch erledigt.
  • Elektronischer Kalender am Handy – Noch besser, dort kann man wiederkehrende Termine und Erinnerungen einstellen und das spart schon mal Zeit.
  • Onlinekalender – perfekt! Du kannst nicht am Handy drauf zugreifen, sondern auch vom PC oder Laptop. Das ist zugegeben äußerst praktisch, wenn man das Telefon gerade am Ohr hat. 😉
  • Kalender in Kombi mit Terminbuchungssystem – WOW, super der Zeitferrari.
    Wenn Du Termine mit Kunden oder Kooperationspartnern vereinbaren muss, sparst Du Dir dieses nervige hin und her – wann kannst Du, da kann ich nicht usw., sondern schickst einfach einen Link und Dein Kunde sucht bzw. bucht sich den passenden Termin.
    Das System aktualisiert sich mit Deinem Onlinekalender und es gibt automatische Erinnerungen für Dich und Dein Gegenüber. Sehr zeiteffizient und für eine Terminart z.B. bei Calendly und anderen Anbieter sogar dauerhaft kostenlos.

Tipp3 – Lerne Dich selbst besser kennen

Ja, ich rate Dir ernsthaft, Dich selbst gut bzw. besser kennenzulernen. Warum? Wenn Du Dich, die Dinge, die Du gerne und weniger gerne tust, die Menschen, die Du magst und mit denen Du arbeiten willst, Deine Werte, Dein Warum, Deine Vision, Deine Mission und Deine Ziele kennst... dann fällt es Dir wesentlich leichter ein Branding für Dein Unternehmen zu entwickeln, zu wissen wie und wofür Du wahrgenommen werden willst, was Dich einzigartig macht. All diese Dinge sind extrem wichtig, wenn Du im Marketing die richtigen Menschen erreichen willst und diese sich von Deinen Texten, Bildern, Videos etc. angesprochen fühlen sollen. Außerdem kannst Du Deine Ziele planen, diese in Zwischenziele und Aufgaben bzw. Schritte zerteilen und kontinuierlich an deren Verwirklichung arbeiten. Selbständig sein ist wohl die beste Schule der Persönlichkeitsentwicklung, die es auf dieser Welt gibt.

Noch etwas aus meiner Erfahrung... 

Manchmal ist es total schwierig, die Entwicklungsschritte alleine zu gehen. Gerade wenn es darum geht, zu erkennen, wo es eckt oder wenn man nicht die Geduld hat, sich viel Zeit für diese Entwicklung zu nehmen. Ich selbst habe die größten und schnellsten Schritte bzw. Erfolge mit Unterstützung von 1:1 Coachings bzw. Mentorings gemacht. Lege hier also keinen falschen Stolz an den Tag und denke „Ich muss alles alleine schaffen!“. Ich wäre froh und viel schneller am Ziel gewesen, hätte ich das bereits früher erkannt. 😉


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