Selbstfürsorge ist im Sidebusiness unverzichtbar. Beginne mit genug trinken, mindestens einen Liter lauwarmes Wasser nach dem Aufstehen – keine Sorge, an den Würgereiz gewöhnst du dich. Bewege dich viel – das kann man locker in den Alltag einbauen! Zur Not verlege Deinen Arbeitsplatz unters Dach und den Drucker in den Keller. Mittags eine Meditationseinheit und am Nachmittag eine Atemübung sind bitte das Mindeste. Am Heimweg noch zum Yogakurs, wobei vielleicht wäre doch Aerobic besser, wenn du eine Wohnung ohne Stiegen hast …

Sorry, das musste sein. ? Habe ich jetzt deine Aufmerksamkeit geweckt oder bist du kurz davor, das X zum Schließen zu klicken? Wie dir vielleicht aufgefallen ist, möchte ich in diesem Artikel das Thema Selbstfürsorge ein wenig anders angehen. ?

Warum ist Selbstfürsorge gerade für dich besonders wichtig?

Naja, wenn du mit deinen vier Buchstaben schon auf mehreren Hochzeiten (angestellt, selbständig, Familie und sonstige Verpflichtungen) tanzt, dann solltest du wohl auch dafür sorgen, dass du fit dafür bleibst, oder?

Ich kann dir aus meiner Erfahrung – sofern du nicht, der geborene, gesunde Egoist bist - nur empfehlen, das Thema Selbstfürsorge nicht zu unterschätzen. Im Laufe meiner über 10jährigen nebenberuflichen Selbständigkeit bin ich nämlich mehrfach auf die Nase gefallen.

Das ist wichtig und jenes, dies noch schnell erledigen und das usw. usf. oft habe ich nicht einmal genug getrunken bzw. meine Blase einem guten Training unterzogen. Wenn ich mal Sonntagnachmittag erschöpft auf der Couch eingeschlafen bin, hatte ich anschließend auch noch ein schlechtes Gewissen!

Willst du Dein Bestes geben?

Ich garantiere dir, das kannst du nur dann, wenn du optimal für dich sorgst! Wie willst du dich um Deine Kinder oder auch deine Kunden kümmern, wenn es dir selbst nicht gut geht? Oder vielleicht bist du ja sogar in irgendeiner Form im Gesundheitsbereich tätig. Oha, was gibst du da für ein Vorbild ab?

Wo soll ich die Zeit dafür auch noch hernehmen?

Keine Angst, Du brauchst jetzt keine Sekretärin einstellen, um Deine Selbstfürsorge-Termine zu organisieren, denn ich bin der Überzeugung:

Selbstfürsorge muss einfach und ohne großen Zeitaufwand umsetzbar sein!

Es gibt sicherlich viele Guru’s, die ganz genau wissen, wie es aussehen muss. Allerdings gibt es meines Erachtens kaum etwas individuelleres, als gut für dich zu sorgen – wie auch immer das für dich aussieht!

Selbstfürsorge kann nur individuell sein!

Während manche in ihrer Freizeit einfach gerne mal auf der Couch abhängen, ist es für dich vielleicht unvorstellbar und du fühlst dich beim Klettern in der Felswand erst richtig frei. So ist es auch z.B. mit Meditation. Auch wenn ich ein Mensch bin, der gut und gerne mit sich alleine ist, so habe ich mehrfach probiert zu meditieren. Irgendwann habe ich akzeptiert, dass es halt für mich nicht die Erfüllung ist. ?

Akzeptanz – der erste Schritt

Apropos akzeptieren, das bringt mich gleich zu einem weiteren wichtigen Punkt. Ich habe für mich festgestellt, dass ich eine Situation erst einmal akzeptieren darf, bevor ich sie verändern kann. Eine Momentaufnahme machen, hinzuschauen – ob es gefällt oder nicht – und es einfach mal so stehen lassen. Na, das ist für manche Menschen schon eine erste ordentliche Herausforderung. ?

Beobachten und Wahrnehmen

Fange an, im Alltag achtsamer zu sein. Was ist damit genau gemeint? Wir sprinten oft so durch den Alltag und wissen gar nicht, wie es uns dabei geht. Daher empfehle ich dir z.B. wenn du dir das nächste Mal einen Kaffee oder ein Glas Wasser holst, mal in dich zu spüren und zu überlegen, wie es dir gerade geht. Was nimmst du wahr?

Zwickt und zwackt irgendwo eine Verspannung, dann strecke dich doch einfach mal genüsslich. Hast du das Gefühl, dass du etwas mehr Überblick brauchen könntest? Atme mal bewusst durch! Welche Emotionen kannst du gerade feststellen? Freust du dich, weil du jetzt gleich einen Termin mit einer Kundin hast, die du magst? Wenn du dieses Beobachten mit einer Situation im Alltag verknüpfst, wirst du ganz selbstverständlich immer besser wahrnehmen, was bei dir gerade so läuft.

Bewusstes genießen des Moments

Wie oft bist du wirklich mit allen Sinnen im aktuellen Moment? Eine meiner liebsten Situationen ist es, unter der heißen Dusche zu stehen und den Augenblick so richtig auszukosten und zu genießen. Ich verbinde das dann oft auch gleich mit Dankbarkeit. Ich bin unendlich dankbar für die Erfindung des fließenden Warmwassers im Haus. ? Ich spüre, wie wohltuend die Wassertropfen auf meinen Nacken- und Schulterbereich prasseln und wie gut die Wärme der Muskulatur tut. Dann seufze ich mal von Herzen und bin einfach nur hier und jetzt und genieße. Das ist wie eine kleine Insel im Alltag, die nur mir gehört und wo ich Energie tanken darf.

Überlege, wo du solche Momente hast. Vielleicht ist es ja eine Tasse guter Tee, wo du schon bei der Zubereitung den Duft genießt. Einmal jeden Handgriff, der sonst automatisch und ohne Aufmerksamkeit getan wird, wertschätzen und dann den ersten Schluck genießen und den Tee im Körper mitverfolgen.

Selbstfürsorge – ein Weg der kleinen Schritte

Wenn es darum geht, gut für dich zu sorgen, dann ist es wichtig, dass die Dinge dich nicht noch zusätzlich stressen. Daher gib dir Zeit, denn willst du zu viel oder etwas zu schnell, sind Veränderungen zum Scheitern verurteilt.

Willst du Gewohnheiten ändern, so beginnt es immer im Kopf und es braucht eine gewisse Zeit, diese zu festigen. Manche Wissenschaftler sagen, es sind 21 Tage, andere sagen es sind 90. In Wirklichkeit ist das völlig egal, es heißt einfach anfangen und dranbleiben.

Meine Geschichte mit der Zahnseide

Ein Beispiel von mir selbst, welches ich in dem Zusammenhang immer wieder gerne erzähle, ist die Entwicklung der Gewohnheit, Zahnseide zu benutzen. Als ich aufgewachsen bin, hat meine Mama zwar darauf geachtet, dass ich regelmäßig meine Zähne putzte. Die Anwendung von Zahnseide war allerdings kein Thema. Natürlich hat mir mein Zahnarzt bzw. eigentlich seine Assistentin immer wieder gesagt, wie vorteilhaft die regelmäßige Nutzung von Zahnseide nicht ist. Bla bla bla … kennst du das? ? Warum auch immer, es gelang mir partout nicht. Irgendwann habe ich dann gelesen, dass man etwas nur 21 Tage durchhalten muss, dann hat man es integriert und ich beschloss ein Experiment zu machen. Naja, was soll ich sagen. Inzwischen nutze ich seit vielen Jahren Zahnseide. Ich kann mir gar keine Zähne mehr putzen, ohne vorher Zahnseide anzuwenden. ?

Auch wenn es noch so aussichtslos scheint, mit etwas Durchhaltevermögen kannst du dir so gut wie alles angewöhnen, was du willst. Wenn du dich auf ein einzelnes Ding konzentrierst!

Mein ultimativer Tipp: ein Katalog der Kleinigkeiten

Was ich dir von Herzen empfehlen möchte, wenn es darum geht, gut für dich zu sorgen, ist (m)ein „Katalog der Kleinigkeiten“! Erstelle dir eine Liste von kleinen Dingen, die du tun kannst, damit es dir gut oder besser geht. Das kann damit anfangen, dass da steht ein Glas Wasser trinken, mir eine Tasse Kakao machen oder ein bestimmtes Lied auf YouTube hören. Wenn‘s etwas „mehr“ sein darf, dann gönnst du dir vielleicht richtig ausschlafen, etwas Besonderes kochen oder einen Saunagang.

Sammle so viele möglichst kleine Dinge, wie dir einfallen. Im Bedarfsfall in Deinem persönlichen Wohlfühl-Katalog einfach nur nachsehen zu müssen, wonach dir gerade ist, ist einfach Gold wert! ?

Fazit

Ich bin der Meinung, dass Selbstfürsorge gerade bei mehrfacher, beruflicher Tätigkeit sehr wichtig ist. Für die dauerhafte Umsetzung ist vor allem die Einfachheit und Alltagstauglichkeit ausschlaggebend. Zu viel auf einmal oder zeitaufwändige, komplizierte Anwendung, lösen allerdings nur erneuten, unnötigen Stress aus. Daher überlege, was das eine Ding ist, das Du gerne für dich tun möchtest und fange an, dich darin zu üben.

Schreib mir!


Ich bin neugierig, schreib mir doch in die Kommentare:
Was ist das eine Ding, das Dir gut tut und das Du in Zukunft umsetzen willst?

Spannend, wie sich die Dinge manchmal so fügen. Wenige Tage bevor ich diesen Artikel geschrieben habe, das Thema stand schon fest, hat Anna Koschinski zur Blogparade mit dem Thema "So wichtig ist Selbstfürsorge! Meine besten Tipps" aufgerufen. Daher widme ich diesen Artikel gerne ihrer Blogparade.